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Wie Phytinsäure unschädlich gemacht wird

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Phytinsaeure

Pflanzen schützen sich gegen den Verzehr von Mensch und Tier. Aus diesem Grund beinhalten Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse Phytinsäure. Diese bindet Eisen, Calcium, Zink und Magnesium an sich, damit sie dem Verdauungssystem der "Fressfeinde" nicht zur Verfügung stehen.

Phytinsäure muss nicht schädlich sein

Gerade in der veganen Ernährung legst Du in der Regel viel Wert auf eine abwechslungsreiche und mineralienhaltige Ernährung. Sicherlich möchtest Du mit allen Mitteln verhindern, dass die Phytinsäure in Deiner Nahrung diese bindet und für Deinen Organismus unbrauchbar macht. Mit kleinen Tipps und Tricks kannst Du die Phytinsäure regelrecht unschädlich machen und die positiven Begleiterscheinungen nutzen. Phytinsäure wirkt antioxidativ und kann vor einer Darmkrebserkrankung schützen.

In welchen Lebensmitteln ist Phytinsäure enthalten?

Sobald Du Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkorngetreide, Vollkornreis, Samen und ballaststoffreiche Kost zu Dir nimmst, musst Du mit Phytinsäure rechnen. Sie ist in den äusseren Schalen und Hülsen der Früchte, Samen und Körner enthalten. Aus dem Grund findest Du bei weissem, geschältem Reis und weissem Mehl kaum Phytinsäure, aber zwangsläufig auch keine Mineralien. Phytinsäure kannst Du nicht abwaschen oder mithilfe von Hitze zerstören. Beim Einweichen von Hülsenfrüchten solltest Du daher immer das Einweichwasser entsorgen und die Hülsenfrüchte keinesfalls darin garen und kochen. Im Einweichwasser sammelt sich bei getrockneten Hülsenfrüchten während der Einweichzeit die Phytinsäure.

Fermentation vernichtet Phytinsäure

Schon vor vielen Hundert Jahren wussten die Ägypter genau, wie sie Phytinsäure unschädlich machen können. Selbst Naturvölker in Afrika, haben sich dieses Wissen bis heute erhalten. Das Mehl oder die Hirse, die für die Nahrungszubereitung verwendet werden sollen, werden mit Wasser verrührt und mindestens über Nacht fermentiert. Die Fermentation vernichtet die Phytinsäure ganz natürlich. Im Grunde spricht daher nichts gegen ein Natursauerteigbrot mit Vollkorn, Nüssen und Saaten. Wichtig ist lediglich, dass das Brot nicht nur sauer schmeckt, sondern auch tatsächlich mit dem Vollkornmehl, den Nüssen und Saaten fermentiert wurde.

Auf die Technik kommt es an

Entweder musst Du Dich nun bei Deinem Bäcker erkundigen, wie Dein Lieblingsbrot hergestellt wird, oder selber Dein Brot backen. Das Ansetzen eines Roggensauerteigs ist gar nicht so schwer. Das dazu notwendige Mehl bekommst Du entweder bei einem Biobauer in Deiner Region, in einer Mühle Deines Vertrauens oder im Bioladen. Es kann sein, dass Du einige Versuche benötigst, bis Dein Brot wirklich so schmeckt, wie Du es Dir wünschst, aber der Erfolg wird kommen. Ziemlich schnell wirst Du erkennen, dass Du Dich durch die Herstellung Deines eigenen Vollkornbrotes nicht nur gesünder ernährst, sondern auch viel Geld sparen kannst.

Im Grunde, wenn Du an den Wochenenden Zeit hast, reicht es auch, wenn Du einmal in der Woche Brot backst. Das Brot hält sich viel länger frisch als gekauftes Brot und die Grosseltern und Urgrosseltern haben vor Jahrzehnten auch nur alle zwei bis drei Wochen Brot gebacken. Vielleicht findest Du noch einige Freunde und Bekannte, die sich Dir gerne anschliessen, dann wird das Brot backen noch interessanter und günstiger. Je grösser die Mehlmengen sind, die Du einkaufen kann, desto günstiger die Preise.

Bildquelle: Unsplash / pixabay.com

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