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Mode aus Bambusfasern

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Mode Bambus

Mode aus Bambusfasern wird als nachhaltig und vegan angeboten. Das mag bei einigen wenigen Herstellern auch sein, daher ist auch beim Einkauf von Mode aus Bambusfasern Vorwissen nötig. Kaufe nicht einfach unkritisch Bettwäsche, Unterwäsche, Oberbekleidung und Bademode aus Bambusfasern. Bambus kann nur nach einer chemischen Veränderung in Viskose umgewandelt werden und die chemische Veränderung findet bei den verschiedensten Herstellern unterschiedlich umweltbelastend aus.

Viskose aus Bambusfasern

Bei Kleidung aus Bambusfasern handelt es sich schlicht und ergreifend um Viskose, die aus der Cellulose von Bambusfasern gewonnen wurde. Bambus wächst sehr schnell, benötigt aufgrund der Wuchshöhe wenig Platz und kaum Nährstoffe. Lediglich eine ausreichende Wasserversorgung ist notwendig. Von diesem Aspekt her ist der Anbau von Bambus ökologisch zu vertreten. Damit aus dem eher spröden Material aber Fäden für die Modeindustrie gesponnen werden können, ist noch ein weiter Weg zu beschreiten.

Der Chemiecocktail, der für die Aufbereitung der Bambusfasern notwendig ist, ist nicht zu unterschätzen. Das Endprodukt darf daher rein rechtlich gesehen nicht mehr als Naturfaser, sondern als nur als Chemiefaser bezeichnet werden. Das Verfahren ist dem der Viskoseherstellung sehr ähnlich. Solltest Du sehr kritisch Viskosestoffen gegenüberstehen, kannst Du Dein Gewissen nicht beruhigen, wenn Du stattdessen Mode aus Bambusfasern kaufst. Informiere Dich daher vor dem Kauf, welche Hersteller nachhaltig produzieren und die Verwendung der notwendigen Chemikalien so weit wie möglich einschränken.

Angenehme Trageeigenschaften

Die Trageeigenschaften von Bambusfasern unterscheiden sich in der Regel nicht von den Trageeigenschaften der bisher bekannten Viskose. Die Stoffe sind leicht, knitterarm, robust, gut waschbar, flauschig, seidig, haltbar, manchmal glänzend und formstabil. Von den Trageeigenschaften her überzeugt Mode aus Bambusfaser absolut, daher beschäftigen sich immer mehr Designer mit dieser neuen Art der Viskose. Klar, es klingt immer gut, wenn man von sich sagen kann, dass man Mode aus Bambusfasern trägt. Welcher Aufwand bei der Produktion dahintersteht, wird aber gerne verschwiegen. Daher solltest Du Dich wirklich informieren, bevor Du diesem neuen Trend folgst.

Die Alternativen

Einige sehr bekannte Naturfasern bieten zu Viskose eine wirklich gute Alternative. Nessel und Leinen wurden schon vor Hunderten von Jahren für die Herstellung von Kleidern genutzt. Viele Hersteller nachhaltiger Mode besinnen sich auf alte Produktionstechniken, die aus Zeiten stammen, in der die Chemie noch nicht das Sagen hatte. Auf den gewünschten modernen Style muss dabei nicht verzichtet werden. Nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Hersteller und Designer werden bei der Auswahl der unterschiedlichen Materialien immer kritischer. Das ist gut so. Vielleicht wird auch in einigen Jahren die Viskose aus Bambusfasern und anderen Celluloselieferanten mit weitaus weniger Chemie auskommen.

Wichtig ist nur, dass die Verbraucher nicht aufhören, die stetige Aufklärung über die Produktionsverfahren zu fordern. Letztendlich bestimmen die Verbraucher, wie viele Informationen ihnen geboten werden und wie die Stoffe produziert werden. Selbst nicht vegan lebende Konsumenten machen sich immer mehr Gedanken über die Qualität und die Produktionsverfahren modischer Kleidung. Niemand fühlt sich in einem Shirt wohl, dass mit giftiger Farbe eingefärbt, und danach von Kindern zusammengenäht wurde. Es daher wirklich die Hoffnung gegeben, dass sich im Bereich der Faserproduktionen für den Modebereich in den nächsten Jahren einiges ändern wird.

Bildquelle: clarabsp / pixabay.com

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