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Energiebooster: Hirse

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Hirse Vegetarisch

Hirse ist eine willkommene Bereicherung veganer Kost. Die kleinen Samen der Süssgräser enthalten kein Gluten sind daher sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Sie enthalten wichtige Inhaltsstoffe, die sich positiv auf Deinen Organismus auswirken.

Was ist in Hirse enthalten?

Hirse ist reich an Magnesium, Calcium, Silicium und Eisen. Das Silicium wird von Deinem Organismus für die Straffung des Bindegewebes benötigt und erhöht zudem die Elastizität der Haut. Haut und Haare benötigen ebenfalls die Mineralien und Spurenelemente, die in der Hirse enthalten sind. Das bioverfügbare Eisen regt die Blutbildung an. Zusätzlich sind noch etwa 10 Prozent Eiweiss und Vitamin E enthalten. Du kannst die Verträglichkeit der Hirse noch steigern, wenn Du Dich an einige wenige, aber sehr wichtige Regeln bei der Zubereitung hältst. Hirse enthält neben den wichtigen Mineralien auch Phytinsäure, die die Mineralien an sich bindet und dadurch letztendlich die Aufnahme dieser für den menschlichen Organismus erschwert.

Du kannst die Phytinsäure durch Kochen nicht unschädlich machen. Du solltest daher die Hirse (am besten Goldhirse) über Nacht, wie getrocknete Hülsenfrüchte, in Wasser einweichen. Am nächsten Tag schüttest Du das Einweichwasser weg und ersetzt es durch frisches Wasser. Nun lässt Du die Hirse-Wasser-Mischung erneut über Nacht stehen. Am besten pürierst Du die Mischung am Abend mit einem Pürierstab oder Mixer durch. Über Nacht kann die Mischung dann fermentieren, dadurch wird die Phytinsäure neutralisiert und die, in der Hirse enthaltenen Mineralien und Spurenelemente für den Körper verfügbar gemacht. Aus der Mischung kannst Du Dir dann innerhalb von 15 Minuten einen geschmackvollen Brei kochen.

Was passiert mit Hirse im Vollkornbrot?

Solange die Hirse nicht fermentiert ist, ist auch Phytinsäure enthalten. Es ist daher wichtig, dass Du Hirse, wenn Du sie selber als Brotzutat verwenden wisst, fermentieren lässt. Das geht am besten mit einem natürlichen Roggensauerteig. Du verfährst wie oben beschrieben, pürierst die Hirsekörner aber nicht mit Wasser. Nach dem Austausch des Einweichwassers kannst Du die eingeweichten Hirsekörner direkt in den Sauerteig geben, den Du am nächsten Tag für die Zubereitung von Deinem Brot verwenden möchtest. Die Fermentation über Nacht im Sauerteig reicht aus, um die Phytinsäure in der Hirse, zu neutralisieren.

Du erkennst nun, wie wichtig es ist, dass die einzelnen Zutaten für eine ausgewogene Ernährung nach bestimmten Grundsätzen behandelt und verwendet werden. In anderem Vollkorngetreide ist ebenfalls Phytinsäure enthalten. Es reicht daher nicht aus, dass Du Brot kaufst, in dem natürliche Vollkorngetreidekörner enthalten sind, Du musst Dich auch darauf verlassen können, dass der Brotteig mit reinem Sauerteig ausreichend lange fermentiert. Bäcker, die dem Brotteig kurz vor dem Backen lediglich gefriergetrockneten Sauerteig zufügen (damit der Geschmack passt), erreichen diesen Effekt nicht. Das Brot schmeckt zwar sauer und kräftig, enthält einen hohen Vollkornanteil, ist aber leider für Deinen Organismus nicht verwertbar, weil auch Phytinsäure enthalten ist.

Auf die Zubereitung kommt es an

Phytinsäure ist keinesfalls giftig, sie verhindert lediglich, dass die in den Körnern enthaltenen Inhaltsstoffe und Mineralien von Deinem Organismus aufgenommen werden können. Langfristig kann es dadurch zu Mangelerscheinungen kommen, obwohl Du Dich ausgewogen ernährst. Beachte daher die wenigen, einfachen Regeln der Zubereitung, dann kannst Du auch hochwertige Scheingetreide, wie z. B. die Hirse, problemlos in Deinen Ernährungsplan einbauen. Leider kannst Du aus den Hirsekörnern keine Hirsepops mehr herstellen, wenn diese im Wasser eingeweicht fermentiert wurden.

Bildquelle: Vijayanarasimha / pixabay.com

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